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Schluss mit Schulangst

Schulangst  – ein stetig wachsendes Phänomen

Wir, die Lehrenden an der Freien Privatschule NRW, finden es erschreckend, dass Schulangst –  synonym wird oft auch der Begriff der Schulphobie verwendet – an deutschen Schulen stetig zunimmt, sei es aus Angst vor Leistungsversagen, Prüfungsangst oder Angst vor sozialen Kontakten. Vertraut man jüngsten Erhebungen, soll jeder 5. Schüler mittlerweile unter Schulangst leiden, wobei die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen bei Mädchen deutlich höher sein soll als bei Jungen.

Diese Zunahme der Schulangst können wir auch deutlich in unseren Einschulungsgesprächen feststellen, besonders seit der Einführung des Abiturs nach G 8.

Der Leistungsdruck an unseren Schulen hat derartig zugenommen, dass selbst Kinder/ Jugendliche, die vorher hoch motiviert zur Schule gegangen sind, plötzlich Ängste entwickeln, die in letzter Konsequenz dazu führen können, dass Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen möchte. Diesem Stadium geht oftmals die Leistungsverweigerung voraus!

An unserer Schule kennen wir dieses Phänomen in der Qualität nicht. Im Vergleich zu den öffentlichen Schulen sind wir eine kleine Schule mit kleinen Klassen. Die Größe unserer Schule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufen einen sozialen Kontakt untereinander, der sich darin ausdrückt, dass beispielsweise ein Schüler der 5. Klasse die meisten Schülerinnen und Schüler der anderen Jahrgangsstufen kennt. Berührungsängste bezüglich der Kommunikation kennen unsere Schüler nicht. Das gilt auch für den Umgang unserer Schülerinnen und Schüler mit uns, den Lehrenden an der Freien Privatschule NRW. Sie wissen, dass wir nicht reine Wissensvermittler sind, sondern Lehrer, die sich mit ihrer Gesamtheit als Mensch/Person in den Unterricht einbringen. Durch jährliche Klassenfahrten und jahrgangsübergreifende Freizeiten lernen sie uns Lehrer auch als Menschen kennen.

Prüfungsangst kennen unsere Schüler nicht, denn im Unterricht werden sie gezielt auf ihre Abschlussprüfungen, sei es zum Mittleren Bildungsabschluss oder zum Abitur, vorbereitet. Die Vorbereitung findet in Form schriftlicher Überprüfungen und mündlicher Prüfungen statt, die mit unseren Schülerinnen und Schülern detailliert besprochen werden. Prüfungsangst muss aus unserer Sicht für unsere Schüler ein Fremdwort sein. Durch gezielte Prüfungssimulationen und Ferienkurse bereiten wir unsere Schüler auf die externen Prüfungen vor, sodass sie sich selbstbewusst und überzeugend diesen Prüfungen stellen.

Indem wir achtsam, einfühlsam und auf die Probleme unserer Schülerinnen und Schüler reagieren und eingehen, offen für die Phasen der Adoleszenz (Entwicklung des Kindes über die Pubertät hin zum Erwachsenen) sind, vermeiden wir Schulangst und erst recht Prüfungsangst!

Im Übrigen machen wir als Lehrer mit unseren Schülerinnen und Schülern die gleiche Erfahrung: auch sie haben einen „Blick“ auf uns. Wenn sie den Eindruck haben, dass es einer Lehrerin oder einem Lehrer nicht gut geht, haben sie keine Angst, Fragen wie: „Alles Okay? Kann ich Ihnen behilflich sein?“, zu stellen. Wenn der Umgang miteinander so offen, ehrlich und herzlich erfolgt, dann kann man sich als Lehrer in seiner Berufswahl nur bestätigt fühlen:

Kleine Schule – große Gemeinschaft !