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Beitrag Westpol
über die Privatschule „Carpe Diem“ im WDR vom vorangegangen Sonntag
(Ausstrahlung: 19:30 Uhr)
Mit großer Bestürzung haben wir die schweren Vorwürfe vernommen, die am
vergangenen Sonntag im Fernsehen gegenüber der Privatschule „Carpe Diem“
in Willich erhoben worden sind. In dem seriös recherchierten Beitrag
wird der Willicher Schule vorgeworfen, ihre Schülerinnen und Schüler
nicht angemessen auf die externen Abschluss-Prüfungen zum Erwerb des
Abiturs vorbereitet zu haben. Die „Westpol“-Redaktion hat einige Monate
Recherchen im Umfeld von „Carpe Diem“ durchgeführt und dabei mit
betroffenen Eltern, ehemaligen Schülern und ehemaligen Lehrern
gesprochen. Alle Interviewpartner sprachen von mangelnder pädagogischer
Unterstützung seitens der Schule und von einer unzureichenden
Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Teilweise hätten Lehrkräfte den
Klassen nur Blätter mit Aufgaben gegeben und danach die Klassen allein
gelassen. Eine didaktische Unterstützung und Hilfestellung habe nicht
stattgefunden.
Diese Geschehnisse stünden im krassen Gegensatz zu den Versprechungen,
die die Schulleitung den Eltern gegeben hätten. „Ich fühle mich
arglistig betrogen“, so eine Mutter in dem Fernsehbeitrag. „Wir haben
sehr viel Geld bezahlt, und haben unserem Sohn nur geschadet.“ Die
Westpol-Redaktion weist daraufhin, dass über 50 Prozent der „Carpe
Diem“-Schüler bei den externen Prüfungen zum Abitur 2025 durchgefallen
seien.
In dem Fernseh-Beitrag wird eingeräumt, dass die Schülerinnen und
Schüler bei den externen Abschluss-Prüfungen zum Erwerb des mittleren
Schulabschlusses besser abgeschnitten hätten. Aber: Die betroffenen
Schülerinnen und Schüler hätten ihre Prüfungen in Rheinland-Pfalz statt
in NRW abgelegt – in Rheinland-Pfalz gibt es aber keinen zentralen
Prüfungen am Ende der Klasse 10. In dem Beitrag wird darauf hingewiesen,
dass die Lehrer der „Carpe Diem“ ihre Schülerinnen und Schüler selber
hätten prüfen dürfen – ein Vorgehen, dass in NRW absolut unzulässig ist.
Dort werden die Prüflinge durch eine staatliche Prüfungskommission
externer Lehrkräfte geprüft.
Sollten sich die immensen Vorwürfe, die gegenüber der Willicher
Privatschule „Carpe Diem“ erhoben werden, bewahrheiten, steht zu hoffen,
dass die Bezirksregierung Düsseldorf zeitnah eingreift, um die Eltern
und Schüler zu schützen.
Wir dürfen und müssen an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Vorgänge
wie an der „Carpe Diem“ an unsere Schule undenkbar wären. Die
hervorragenden Abschlüsse unserer Schützlinge in den externen Prüfungen
legen Zeugnis darüber ab, wie intensiv und gelungen die Vorbereitung
seitens unserer Lehrkräfte sein muss. In den vergangenen Jahren haben
alle unsere Schülerinnen und Schüler die externen Abitur- und
Fachabiturprüfung bestanden. Die meisten unserer Schülerinnen und
Schüler haben zudem die externe Prüfung zum Erwerb des mittleren
Schulabschlusses mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe
absolviert. Alleine im Jahrgang 2024/25 erzielten sie im Rahmen der
externen Prüfungen im Klassendurchschnitt folgende Ergebnisse:
Biologie (1,4)
Geschichte (1,5)
Erdkunde (1,6)
Englisch (1,7)
Deutsch (2,6)
Mathematik (2,7)
„Derartige Ergebnisse sind Ausdruck unseres pädagogischen und
didaktischen Selbstverständnisses“, bekundet Julius Medek, Schulleiter
der Freien Privatschule NRW. „Jeder unserer Schützlinge erstellt an
unserer Schule die Basis für sein weiteres Leben. Sie dabei mit allem
Einsatz zu begleiten, ist für unsere Lehrkräfte Verpflichtung und
Ansporn zugleich.“
Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, dass jedes Kind vor seiner
Einschulung an unserer Schule mindestens eine Woche unentgeltlich
hospitieren kann. „Ihr Kind hat somit die Möglichkeit festzustellen, ob
wir als Schule den Fähigkeiten und Fertigkeiten des jeweiligen Kindes
gerecht werden“, sagt Julius Medek. Und auch wir können überprüfen, ob
wir die Anforderungen des jungen Menschen genügen.“
Der oben genannte Fernseh-Beitrag der Westpol-Redaktion ist bis 2031 in
der WDR-Mediathek verfügbar.
